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Erde auf Kurs für etwa 2,5 Grad Erwärmung: schlechte oder gute Nachrichten?

Wir steuern immer noch auf eine ordentliche globale Erwärmung zu, so der neueste Klimabericht. Die gute Nachricht ist jedoch, dass diese erwartete Erwärmung mit jeder jährlichen Aktualisierung etwas geringer wird, da die Länder ihre Klimapolitik verschärfen.

Der am Donnerstag vom UN-Umweltprogramm UNEP vorgestellte Klimabericht ist zunächst noch düster. Wenn alle Länder ihre bestehenden Klimaversprechen einhalten, wird es immer noch zu einer Erwärmung von 2,4 bis 2,6 Grad kommen. Die Erwärmung um 1,5 Grad, das höchste Ziel im Pariser Klimaabkommen, scheint immer noch unerreichbar. Und das wird viele Konsequenzen haben.

Aber wenn man diese jährlichen sogenannten Emissionslückenberichte aneinanderreiht, fällt auf, dass die Lücke jedes Jahr kleiner wird. Die erwarteten Treibhausgasemissionen nähern sich dem Pariser Ziel immer mehr an.

Die Länder verschärfen die Ziele jedes Jahr leicht

Dies liegt daran, dass sich die Länder im Durchschnitt der Jahre etwas strengere Emissionsziele gesetzt haben. Das war zuerst für das Jahr 2050, aber jetzt auch für 2030.

Diese mittelfristige Perspektive ist sehr wichtig: Um die Erwärmung unter 1,5 Grad zu halten, müssen sich die globalen Emissionen bis 2030 halbieren. Wenn diese Emissionen in Richtung 2030 weiter ansteigen, wird die Welt auf Kurs einer Erwärmung von 3 Grad oder mehr gebracht.

Durch eine weitere Verschärfung der Klimaziele jedes Jahr könnte der erwartete Thermometerstand jedes Jahr um einige Zehntel Grad sinken. Vor genau einem Jahr war die Erde auf Kurs für 2,7 Grad.

Der Unterschied liegt in einigen neuen Verpflichtungen, die auf dem Klimagipfel in Glasgow eingegangen wurden, und in den jüngsten neuen Klimazusagen unter anderem aus Australien.

Wenn es so weitergeht und in fünf Jahren ein volles Grad abfällt, dann ist die ’sichere‘ Grenze von 1,5 Grad erreicht.

Das Risiko besteht dann darin, dass wir hauptsächlich über eine politische Realität sprechen. Ob auch die tatsächlichen Emissionen sinken, hängt davon ab, ob die Länder ihre Ziele ebenfalls erreichen. Und das wiederum hängt auch von technologischen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen ab.

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