Politik

Russische Behörden beschlagnahmten Luxusuhrengeschäft

Die russischen Behörden beschlagnahmten teure Schweizer Uhren der Marke Audemars Piguet im Wert von mehreren Millionen Euro. Das berichtet die Neue Züricher Zeitung. Die Beschlagnahme könnte eine Art Vergeltung für das Exportverbot teurer Uhren der Schweizer Regierung nach Russland aufgrund der Invasion der Ukraine sein.

Die Zeitung beruft sich auf Quellen des Schweizer Aussenministeriums. Die Aktion wurde angeblich in Audemars Piguet-Geschäften in Moskau von Agenten des FSB-Sicherheitsdienstes durchgeführt. Russland hat Insidern zufolge gesagt, dass die Beschlagnahme der Uhren mit Zollverstößen verbunden ist, aber die Schweiz hält es für eine Vergeltungsmaßnahme für das Exportverbot gegen Audemars Piguet und andere bekannte Schweizer Marken wie Rolex, Patek Philippe, Cartier und Breitling.

Nach Angaben des Schweizerischen Industrieverbands der Uhrenhersteller war Russland im vergangenen Jahr mit einem Wert von 260 Millionen Franken, umgerechnet 250 Millionen Euro, der sechzehngrößte Exportmarkt. Neben einem Exportverbot für Zeitmesser haben die Schweizer auch andere Sanktionen gegen Moskau verhängt, wie das Einfrieren russischer Vermögenswerte und andere finanzielle Beschränkungen.

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