Technologie

Hybriden sind böse, schließt diese Forschung

Eine Studie, die im Auftrag des Kantons Wallis in der Schweiz durchgeführt wurde, zeigt, dass Plug-in-Hybridmodelle viel mehr verbrauchen (und emittieren), als ihre WLTP-Verbrauchswerte anzeigen.

Die Ergebnisse der Studie sind nicht überraschend, da zahlreiche große und leistungsstarke PHEV-Modelle Verbrauchsergebnisse von weniger als 2, 5 Litern pro 100 km versprechen, ein Märchen, das nicht realistisch ist, wie sich herausstellt. Aufgrund der enttäuschenden Ergebnisse beschloss die Region Schweiz, die Steuervorteile für solche Fahrzeuge abzuschaffen. Es ist nicht das erste Mal, dass diese Art von Fahrzeug unter Beschuss gerät. Die Diskussion zwang die Hersteller bereits, die Batteriekapazität zu erhöhen, damit die Autos mehr Kilometer rein elektrisch zurücklegen konnten. Trotzdem scheinen auch heute noch nicht alle Nachteile vom Tisch gewischt zu sein.

Plug-in-Hybridfahrzeuge verfügen über einen klassischen Verbrennungsmotor, einen Elektromotor und eine Batterie. Das Auto ist multifunktional und kann mit Kraftstoff, reinem Elektro- oder Serienhybrid betrieben werden, wobei der Elektromotor dem Verbrennungsmotor hilft, abzuheben und zu beschleunigen, um den Kraftstoffverbrauch zu senken. Je nach Typ haben sie genug Batteriekapazität, um 50 bis 100 km rein elektrisch zurückzulegen.

Tatsache ist, dass der Doppelantrieb das Gewicht der Fahrzeuge deutlich erhöht. Wenn sie 100% elektrisch fahren, müssen sie das Gewicht des Verbrennungsmotors tragen und wenn der Wärmekraftmotor läuft, wiegt der elektrische Antrieb inklusive Batterie durch. Kurz gesagt, alles andere als ideal. Da die Fahrzeuge ihre Batterie während ihres WLTP-Testzyklus über 100 km bis zu zweimal aufladen dürfen, bleibt der WLPT-Verbrauch besonders niedrig.

Zudem wird der Stromverbrauch (der pro 100 km deutlich höher ist als bei einem vergleichbaren 100%igen Elektroauto) kaum geladen. PHEVs sind nur dann relativ wirtschaftlich, wenn der Benutzer sehr häufig und gleichmäßig aufgeladen wird. In der Praxis ist das nicht immer machbar, so freuen sich einige Nutzer besonders über die besonders niedrigen CO2-Werte (und die damit verbundenen Steuervorteile), aber oft weniger akribische Ladung.

Andererseits bieten diese Modelle auch Vorteile, denn sie verfügen über eine große Autonomie und können beispielsweise in der Stadt emissionsfrei fahren. Viele PHEVs aus BMW-Produktion schalten sogar automatisch in den EV-Modus, wenn sie eine Stadt betreten (eDrive-Zone). Das Auto ‚weiß‘ das anhand von Kartendaten.

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