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Social-Media-Parler darf definitiv nicht zu Apple zurückkehren

Das umstrittene soziale Medium Parler kehrt nicht mehr in den App Store von Apple zurück. Dokumente in den Händen der Nachrichtenagentur Bloomberg zeigen, dass Apple dies beschlossen hat, nachdem die App bereits im Zuge der Unruhen im Kapitol in Washington Anfang Januar entfernt worden war.

Parler präsentiert sich als Zufluchtsort für Redefreiheit. Die Seite ist besonders beliebt bei rechten Anhängern des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Durch Parler wurden unter anderem Trump-Anhänger aufgefordert, bei der Stürmung des Kapitols Gewalt anzuwenden.

Apple hatte die App zuvor aus seinem App Store entfernt, weil die Plattform sich weigerte, Änderungen vorzunehmen, um die Messaging-Kontrolle zu verbessern. Laut Apple gibt es zu viele Nachrichten in der App, die Gewalt auslösen.

Nach einer umfangreichen Überprüfung gibt Apple nun an, dass zu wenige Änderungen vorgenommen wurden. Laut dem Technologieunternehmen gibt es im App Store keinen Platz für „hasserfülltes, rassistisches und diskriminierendes Material“.

Parler feuerte seine drei verbleibenden Entwickler, die sich am Mittwoch auf das Apple-Betriebssystem iOS konzentrierten, berichteten Quellen Bloomberg. Das Unternehmen verabschiedete sich von insgesamt sieben Mitarbeitern. Neben Entwicklern würden sie Menschen sein, die sich mit Parler TV und Qualitätssicherung befassten.

Nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar ging Parler offline. Hoster Amazon Web Services brach Verbindungen mit Parler und Google und Apple entfernt Parler von ihren mobilen App-Angebote.

Die Parler-Website ging im Februar mit Unterstützung des Cloud-Hosting-Unternehmens SkySilk wieder online. Parler war am Mittwoch für einen Kommentar nicht erreichbar.

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