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Kryptowährungen: Deutsche misstrauen Bitcoin und Co.

Die Meinungen zu virtuellen Währungen sind gespalten. Laut einer repräsentativen Umfrage steht die Mehrheit der Deutschen Kryptowährungen äußerst kritisch gegenüber. Was ebenso offensichtlich wird: Dubiose Anbieter und fehlendes Wissen sind für das schlechte Image von Bitcoin und Co. mitverantwortlich.

Die Deutschen und das Thema Kryptowährungen: Dieses Verhältnis ist geprägt von Missverständnissen, Misstrauen und Unwissenheit. Das lässt sich aus dem Ergebnis einer Online-Umfrage der Marktwächter Finanzen ableiten. Dafür wurden zwischen dem 16. und 18. Juli 2018 1.016 deutschsprachige Internet-Nutzer in einer repräsentativen Online-Befragung interviewt.

Bitcoin, Ethereum oder Ripple stellen digitale Zahlungsmittel dar. Sie entwickeln sich isoliert von Zentralbanken und lassen sich unter dem Begriff Kryptowährungen zusammenfassen.

Inzwischen existiert von ihnen eine ganze Reihe. Zwar werden sie nicht durch Gesetze als Zahlungsmittel legitimiert, aber wegen der Chancen auf Kursgewinne verwenden Anleger Kryptowährungen vermehrt als Spekulationsobjekt.

Zwar kennt die Mehrheit (55 Prozent) der deutschen Internet-Nutzer den Begriff Kryptowährung, jedoch kann lediglich ein Drittel der Befragten ihn auch erklären.

Gleichzeitig zieht rund jeder Zehnte, der unter Bitcoin, Ethereum oder Dash virtuelle Währungen versteht, ein Investment grundsätzlich in Erwägung. Die Vorbehalte bleiben allerdings fest bestehen: 77 Prozent der befragten User stehen digitalen Währungen kritisch gegenüber.

Nur die Jüngeren sehen Kryptowährungen als Chance und künftige Anlage

Positiv gegenüber stehen vor allem die jüngeren unter den Befragten. 28 Prozent der 18- und 29-Jährigen können sich durchaus vorstellen, in Bitcoin und Co. zu investieren. Der häufigste Grund für ein mögliches Investment: Sie spekulieren auf Gewinne (26 Prozent).

Trotzdem schätzt die überwiegende Mehrheit (70 Prozent) derjenigen, die den Begriff Kryptowährung kennen, eine Investition als riskant oder sehr riskant ein.

Weniger misstrauisch sind auch hier wieder die jüngeren Altersgruppen: Lediglich etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent) der 30- bis 39-Jährigen schätzt ein Investment als eher riskant oder sehr riskant ein.

Fazit

Da in der Welt des virtuellen Kapitalmarkts weder Anlegerschutz noch Regulierung existieren, distanzieren sich die Deutschen von einer künftigen Anlage in Bitcoin und Co.

Ebenso trüben gleichzeitig zwielichtige und unprofessionelle Anbieter, die im großen Umfang soziale Netzwerke nutzen, das Image und die Chancen vieler seriöser Währungen, sich innerhalb er Gesellschaft zu etablieren.

Dies schreckt ältere Nutzer davon ab, sich mit einem möglichen Investment oder allgemein mit dem Thema Kryptowährungen zu beschäftigen. Hier ist auf jeden Fall Aufklärung notwendig, um das Thema innerhalb der digitalen Welt zu verankern und Chancen – die es selbstverständlich gibt – aufzuzeigen.

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