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Schweizer Börse stabilisiert sich – Unsicherheit weiter hoch

Der Schweizer Aktienmarkt stabilisiert sich am Dienstag nach dem schwachen Wochenauftakt. Nachdem der Leitindex SMI bereits freundlich gestartet war, bewegt er sich seither konstant leicht vorwärts.Aktualisiert um 12:00

Wieder Lichtblicke an der Schweizer Börse nach dem Absturz zum Wochenstart.Bild: cash

12:00

Auch in Europa erholen sich die wichtigsten Börsenplätze nach dem schwachen Wochenstart. Börsianer machen dafür vor allem die jüngste Entwicklung im Handelsstreit zwischen den USA und China verantwortlich. Gleichzeitig bleibe die Unsicherheit auch wegen des offenen Ausgangs bei der Brexit-Abstimmung hoch.

Der SMI zieht kurz vor Mittag um 1,5 Prozent auf 8681 Punkte an. Der 30 Aktien umfassende SLI gewinnt 1,6 Prozent auf 1332 Punkte hinzu und der breite SPI um 1,4 Prozent auf 10’138 Zähler.

Spitzenreiter unter den Bluechips sind erneut die Aktien des Halbleiterherstellers AMS mit +7,4 Prozent. Am Montag noch waren sie mit einem erneuten Kursrutsch um mehr als 7 Prozent der grösste Verlierer.

Überdurchschnittlich fest zeigen sich am Vormittag auch die Banken. Julius Bär, CS und UBS gewinnen zwischen 3,0 und 2,3 Prozent hinzu.

Im breiten Markt beschleunigen die Aktien des Lebensmittelherstellers Hochdorf ihre Abwärtsbewegung und stehen mittlerweile um über 15 Prozent tiefer. Nach der Gewinnwarnung am Vortag hat sich nun die Credit Suisse zurückhaltend zu den Titeln geäussert. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

10:50

Die Schweizer Börse macht am Dienstag einen Teil der Vortagesverluste wieder wett. Händler sagen, Anzeichen für eine positive Entwicklung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit hätten Käufer auf den Plan gerufen. Der SMI klettert um 1,1 Prozent auf 8648 Punkte. Am Vortag war das Börsenbarometer um 2,2 Prozent abgesackt. Doch dank der festeren Schlusskurse an der Wall Street und Schnäppchenjägern kam es heute Dienstag zu einer Kehrwende.

Von den 20 SMI-Werten rücken 19 vor. Die stärksten Gewinne verzeichnen die Aktien von Unternehmen mit einem stark von der Konjunktur abhängigen Geschäft. So gewinnen der Zementkonzern LafargeHolcim 2,7 Prozent an Wert und der Uhrenhersteller Swatch 1,6 Prozent.

Die Pharmaschwergewichte profitieren von positiven Kommentaren eines Brokers. Die Novartis-Aktien legen 1,4 Prozent zu und die Roche-Anteile 1,2 Prozent. Zuvor hatte Jefferies die Analyse der beiden Konzerne mit einer Kaufempfehlung aufgenommen.

Die Banken holen einen Teil der Vortagesverluste wieder auf. Die Titel von Julius Bär steigen um 1,9 Prozent, die der Credit Suisse um 1,5 Prozent und die der UBS um 1,4 Prozent.

Bei Julius Bär schwinden die Dividendenfantasien#JuliusBär #Bankaktien #Dividenden #Hodler #Collardi https://t. pic.twitter.

— cash (@cashch) December 11, 2018

Der einzige Bluechip mit Kursverlusten ist Givaudan. Die Titel des Aromenherstellers büssen nach einer Rückstufung auf „Equal-Weight“ von „Overweight“ durch Morgan Stanley 0,4 Prozent ein.

Auch beim Milchverarbeiter Hochdorf wirkt sich ein Analystenkommentar negativ aus. Die Aktien brechen 16,3 Prozent auf 100,40 Franken ein. Zuvor hatte Credit Suisse das Kursziel auf 105 von 120 Franken zurückgenommen. Die Aktien der Biotech-Firma Santhera, die mehr frisches Kapital aufnehmen will als zunächst geplant, sacken 7,4 Prozent ab.

Technologiewerte, die am Vortag unter die Räder gekommen waren, locken Käufer an. Der Chip- und Sensorhersteller AMS verteuert sich um 4,9 Prozent.

09:10

Der SMI startet bei 8675 Punkten (+1,2 Prozent). An der Wall Street war am Montag nach anfänglichen Verlusten zunächst die Technologiebörse Nasdaq ins Plus gedreht. Dann folgten die Standardwerte-Indizes, so dass die jüngste Talfahrt erst einmal ein Ende fand. Dennoch warnen Börsianer davor, die Gegenbewegung überzubewerten.

Unter den Blue Chips gibt es kaum Verlierer. Vielmehr legen vor allem die Aktien der beiden Grossbanken überdurchschnittlich zu. Während die UBS um 1,3 Prozent anziehen, gewinnen CS 0,9 Prozent hinzu. Die Credit Suisse wird am morgigen Mittwoch ihren Investorentag abhalten. Auch Zykliker wie ABB, LafargeHolcim und Geberit gewinnen mit Aufschlägen zwischen 1,3 und 1,5 Prozent deutlicher hinzu, genauso die Uhrenaktien Richemont und Swatch (je 1,1 Prozent). Auch die Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche sorgen mit einem Kursplus von je 1 Prozent für Unterstützung.

Die @CreditSuisse kann mit dem am Mittwoch durchgeführten #Investorentag bei Analysten punkten. $CSGN #Thiam https://t.

— cash (@cashch) December 8, 2016

Nach dem erneuten Kursrutsch am Montag um mehr als 7 Prozent sind die Aktien von AMS (+3,6 Prozent) gesucht. Sorgen um den iPhone-Hersteller Apple hatten die Aktien in den vergangenen Monaten gebeutelt. Am Montag gehörten die Apple-Aktien aber zu den grössten Gewinnern, so dass AMS-Titel nun in dem freundlichen Fahrwasser erst einmal mit nach oben gehen.

Tiefer notieren die Aktien vom Schokoladehersteller Lindt & Sprüngli (-0,6 Prozent). Laut Händlern hat Mirabaud das Rating für die Papiere auf „Sell“ gesenkt. Meyer Burger (+5,1 Prozent) streicht in Thun weniger Stellen als geplant. Straumann (+2,2 Prozent) beteiligt sich an einem Keramikimplantatehersteller und Meier Tobler (+1 Prozent) präzisiert den Ausblick.

08:55

Die Unsicherheit rund um den Brexit und um den Handelsstreit zwischen China und den USA haben Anlegern in Asien die Laune verdorben. Der japanische Leitindex Nikkei ging am Dienstag mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 21’148 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix verlor noch stärker.

Nach einem Telefonat zwischen US-Finanzminister Steven Mnuchin, dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und dem chinesischen Vize-Ministerpräsident Liu He machte sich an den Aktienmärkten in Schanghai und Shenzen die vorsichtige Hoffnung breit, im Zollstreit könne es doch bald positive Ergebnisse geben. Die dortigen Leitindizes zogen leicht an.

Unruhe gab es an der indischen Börse nach dem überraschenden Rücktritt von Zentralbankchef Urjit Patel. Er hatte am Montag nach einem Streit mit der Regierung Indiens über eine Lockerung der Bankenregulierung das Handtuch geworfen. Der Leitindex verlor rund ein Prozent. Die indische Währung Rupie verbilligte sich im Vergleich zum Dollar deutlich. „Die Märkte werden in der nächsten Zeit wegen des Rücktritts und der Unsicherheit rund um die bevorstehenden Parlamentswahlen im nächsten Jahr anfällig bleiben“, sagte Anuja Munde, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Nikko.

08:16

Die Ölpreise haben sich am Dienstag nur wenig bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 59,98 Dollar. Das war ein Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg geringfügig um drei Cent auf 51,03 Dollar. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern bremsen Zweifel an der Umsetzung des jüngsten Beschlusses wichtiger Förderländer, die in der sogenannten „Opec+“ zusammengeschlossen sind, die Ölpreise. Am vergangenen Freitag hatte die Opec gemeinsam mit anderen Ölstaaten wir Russland eine Kürzung der Fördermenge um 1,2 Millionen Barrel angekündigt.

What does #oil at $50 a barrel mean for the global #economy? @ArabianBusiness has the answer: https://t.

— Active DMC (@ActiveDMC) December 9, 2018

08:06

Der Swiss Market Index (SMI) wird vorbörslich von der Bank Julius Bär bei 8634 Punkten (+0,97 Prozent) berechnet. Rückenwind dürfte der Leitindex SMI dabei vor allem von der Wall Street bekommen, der am Montag nach einem schwachen Start noch die Kehrtwende ins Plus gelungen war.

Die grössten Gewinner sind vorbörslich Credit Suisse und UBS (je +1,5 Prozent). Auch die Schwergewichte Nestlé (+0,7), Novartis (+1,1 Prozent) und Roche (+0,8 Prozent) dürften für Unterstützung sorgen. Am breiten Markt fallen AMS (+4,1 Prozent), Comet (+2,1 Prozent), GAM (+2,2 Prozent), Partners Group (+2,1 Prozent), Temenos (+2,1 Prozent), U-blox (+2,4 Prozent) und VAT (+2,1 Prozent) mit grossen Kursgewinnen auf.

Wie es in Händlerkommentaren am Dienstag heisst, sollte die erwartete Gegenbewegung an diesem Morgen nicht überbewertet werden. Immerhin seien die Börsen in Asien den freundlichen US-Vorgaben nur zum Teil gefolgt. Zudem trage die gestiegene Unsicherheit rund um den Brexit zu den allgemeinen Wachstumsängsten der Investoren bei.

„Aktuell braucht es nicht viel, um übertriebenen Reaktionen an den Märkten auszulösen“, fasst es ein Börsianer zusammen. Daher sollte die mögliche Erholung an diesem Dienstag auch nicht als Ausbruch aus einem möglicherweise länger anhaltenden Abwärtstrend gesehen werden.

07:51

Der Euro hat sich am Dienstag wenig verändert. Am Morgen wird die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1362 Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Zum Franken zeigt sich der Euro bei einem Stand von 1,1240 ebenfalls stabilisiert. Am Montagmorgen hatte er noch bei knapp 1,12 Franken notiert. Der Dollar bewegt sich bei einem Stand von 0,9893 Franken ebenfalls auf dem Niveau vom Vorabend.

Am Vortag hatte die Verschiebung der Parlamentsabstimmung in Grossbritannien über die Brexit-Vereinbarung die Anleger verunsichert. Der Euro war etwa ein halbes Prozent abgerutscht. Ähnlich wie der Euro stabilisiert sich vorerst auch das britische Pfund am Morgen nach den kräftigen Vortagesverlusten. Im Tagesverlauf dürfte die weitere politische Entwicklung im Mittelpunkt am Devisenmarkt stehen. So reist Thersa May zu Gesprächen mit EU-Regierungschefs.

#Rupee nosedives after #UrjitPatel’s resignation as #RBIGovernor; opens Rs 1.10 lower against US #dollar https://t.

— Financial Express (@FinancialXpress) December 11, 2018

Unter Verkaufsdruck steht am Morgen die indische Rupie. Zeitweise verlor die Währung im Handel mit dem Dollar mehr als ein Prozent an Wert, nachdem der Chef der indischen Notenbank Urjit Patel überraschend zuürckgetreten ist. Der Rücktritt erfolgt nach einem monatelangen Konflikt mit der indischen Regierung und löste am Devisenmarkt Sorgen über die Unabhängigkeit der Notenbank aus.

06:45

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor bis zum frühen Nachmittag in Tokio 0,45 Prozent auf 21.126 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,85 Prozent auf 1576 Zähler nach.

Ein Telefonat zwischen US-Finanzminister Steven Mnuchin, dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und dem chinesischen Vize-Ministerpräsident Liu He liess zwar Hoffnung aufkommen, dass es bei den Entspannungsbemühungen im Handelskonflikt vorangehen könnte. Allerdings gaben sich Händler skeptisch, ob es wirklich dazu kommt. So sagte Stephen Innes von OANDA, er halte die Entwicklung zwar für positiv. Aber ein Handelskrieg sei längst noch nicht vom Tisch.

06:36

Das britische Pfund notierte zum Dollar in der Nähe des niedrigsten Stands seit fast 20 Monaten, auf den es gerutscht war, nachdem die britischen Premierministerin Theresa May die Brexit-Abstimmung im Parlament abgesagt hatte. Zum Euro gab die US-Währung etwas nach auf 1,1365 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9891 Franken je Dollar und 1,1242 Franken je Euro gehandelt.

Hedge Funds bet that the Euro will continue to fall. Speculators have increased their bearish Euro bets. Euro net short positions increase to 60,776 from 55,071, highest level since Jan 2017 and consistent w/ $1.08. (via RTRS) pic.twitter.

— Holger Zschaepitz (@Schuldensuehner) December 10, 2018

Quelle: AWP

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