Makroökonomie

Schweizer Industrie bekommt Brief auf die Matte, um weniger Energie zu verbrauchen

Die Schweiz warnt Industrieunternehmen, dass sie in diesem Winter möglicherweise weniger Energie verbrauchen dürfen, um großflächige Stromausfälle zu verhindern.

Sie erhalten einen Brief von Ostral, der Organisation, die in Notsituationen für die Stromversorgung im Land verantwortlich ist. Sie fordert Einsparungen beim Energieverbrauch, schreibt die Schweizer Zeitung NZZ am Sonntag.

Etwa 30.000 Unternehmen, die jeweils mehr als 100.000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr verbrauchen, erhalten einen Brief von der Organisation. Laut der Zeitung werden sie gebeten, bei einem Mangel 10 bis 30 Prozent weniger Energie zu verbrauchen. Zum Vergleich: Ein niederländischer Haushalt verbraucht durchschnittlich 2.730 Kilowattstunden Strom pro Jahr.

In den letzten Wochen sind in Europa Sorgen über die niedrigen Energiebestände insbesondere von Erdgas aufgekommen, die zu einem Anstieg der Energiepreise geführt haben. Die wirtschaftliche Erholung von der Coronavirus-Krise hat zu einem deutlichen Anstieg des Energiebedarfs geführt, das Angebot bleibt jedoch zurück. Einige Fabriken in Europa haben die Produktion aufgrund hoher Energiepreise bereits reduziert.

Zum ersten Mal seit zehn Jahren waren die europäischen Gasreserven zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht so niedrig. Normalerweise sind diese zu diesem Zeitpunkt bereits gut gefüllt. Auch in den Niederlanden sind die sogenannten Gasvorkommen derzeit recht niedrig, sagt das Forschungsinstitut TNO.

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