Makroökonomie

Energieagentur will wegen Klimazielen keine neue Öl-und Gasförderung

Im Energiebereich müssen radikale Entscheidungen getroffen werden, um die Pariser Klimaziele zu erreichen, heißt es in einem neuen Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA). So soll nach Angaben der Organisation die Ausbeutung neuer Öl – und Gasfelder aufgegeben werden. Es sollte auch keine Investitionen mehr in Kohlekraftwerke geben, ohne CO2-Emissionen einzufangen und zu speichern.

Laut IEA-CHEF Fatih Birol ist es weiterhin möglich, die Klimaziele zu erreichen. Der Bericht beschreibt 400 Schritte, die dazu führen sollen, dass bis 2050 kein CO2 mehr in die Atmosphäre gelangt, das nicht kompensiert wird. „Wenn wir das erreichen wollen, müssen wir aufhören, in neue Öl -, Gas-und Kohleprojekte zu investieren.“

Einer der Vorschläge ist, den Verkauf fossiler Autos bis 2035 einzustellen. Der globale Stromsektor sollte fünf Jahre später CO2-neutral sein. Dies erfordert einen enormen Einsatz erneuerbarer Energien.

Laut der Organisation müssen bis 2050 fast 90 Prozent des weltweiten Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen wie Solar-oder Windenergie stammen. Der Rest, was die IEA betrifft, muss in Kernkraftwerken erzeugt werden. Die Energieagentur berechnete, dass bis 2030 jährlich viermal mehr Sonnen-und Windkraftkapazitäten angeschlossen werden müssten als im Vorjahr, wo eine Rekordmenge an erneuerbarem Strom angeschlossen wurde.

Gleichzeitig müssen in neun Jahren jeden Monat zehn Anlagen mit CO2-Abscheidesystemen ausgestattet und drei Anlagen, die mit Wasserstoff betrieben werden, gleichzeitig hinzugefügt werden. Darüber hinaus müssen monatlich zwei Gigawatt Wasserstoffproduktionskapazität hinzugefügt werden, um den Bedarf an diesem Kraftstoff zu decken.

Das Problem ist, dass die Abscheidung und Speicherung von CO2 und die Produktion von grünem Wasserstoff noch in den Kinderschuhen stecken. Die IEA betont, dass diese Technologien in den kommenden Jahren rasch weiterentwickelt werden müssen, da sonst der Energiesektor die Ziele nicht erreichen kann.

Um global klimaneutral zu werden, werden ab 2030 jährlich 5 Billionen Dollar (4,1 Billionen Euro) an Investitionen benötigt. Derzeit werden jedes Jahr 2 Billionen US-Dollar in Energie investiert.

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