Makroökonomie

Suezblokkade droht hohe Kosten für Rückversicherer

Die Blockade des Suezkanals durch das jemals gegebene Schiff wird für Rückversicherer weltweit hohe Kosten verursachen. Die Ratingagentur Fitch geht davon aus, dass die Branche wegen des Problems Hunderte Millionen Euro auszahlen muss, auch wenn die Rettungskräfte das 400 Meter lange Schiff schrittweise bewegen.

Die Everest überquert seit fast einer Woche den Kanal und blockiert die Durchfahrt von Hunderten von Schiffen auf der wichtigen Segelroute. Laut Fitch wird das Problem die Einnahmen der globalen Rückversicherer reduzieren, hat jedoch noch keinen signifikanten Einfluss auf ihr Kreditprofil. Die Ratingagentur geht jedoch davon aus, dass die Preise für maritime Rückversicherungen weiter steigen werden.

Die Versandkosten für Tanker, die Ölprodukte versenden, haben sich nach dem Absturz des Schiffes fast verdoppelt. Darüber hinaus hat die allgegenwärtige Blockade die globalen Lieferketten gestört. Für Unternehmen, die bereits von Coronavirus-Beschränkungen betroffen sind, sind kostspielige Verzögerungen wahrscheinlich.

„Die endgültigen Verluste hängen von der Zeit ab, die das Bergungsunternehmen benötigt, um das jemals gegebene vollständig zu lösen. Und die Zeit, die es dauert, bis der normale Schiffsverkehr wieder aufgenommen wird“, sagte Fitch. Der Schaden für die Rückversicherer kann leicht Hunderte Millionen Euro betragen.

Dem Eigner und den Versicherern des Schiffes drohen ebenfalls erhebliche Schadensersatzansprüche, auch wenn das Schiff schnell wieder auf die Beine kommt. Ein großer Teil der Verluste dürfte laut Fitch von einer Gruppe von Rückversicherern weltweit rückversichert werden. Dies wird den Gewinn im ersten Halbjahr unter Druck setzen.

Es ist sicherlich nicht der erste Rückschlag für Rückversicherer. Sie leiden bereits unter jüngsten Naturkatastrophen wie Winterstürmen in den USA und Überschwemmungen in Australien. Darüber hinaus kämpfen sie immer noch mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.

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