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Mehr Geldspritze nötig, um Renault vor dem Kollaps zu bewahren

Der neue Chef des französischen Autobauers Renault warnt vor zusätzlichen Eingriffen, zu denen bereits angekündigte Kosteneinsparungen von zwei Milliarden Euro gehören. Luca De Meo schrieb das in einem memo.

Renault hat bereits angekündigt, weltweit 14.600 stellen abzubauen und die Produktionskapazitäten um ein Fünftel zu reduzieren. Bis 2022 sollen dadurch Kosteneinsparungen von rund zwei Milliarden Euro erzielt werden, davon 600 Millionen Euro in diesem Jahr.

Laut Meo soll Renault nun auch seine Produktpalette um 30 Prozent reduzieren. Auch die Verträge mit Lieferanten müssen überarbeitet werden. Als Erfolgsbeispiel nannte er Branchenprimus PSA, das Unternehmen hinter Marken wie Peugeot und Citroën.

Der top-Mann hatte im Juli offiziell die Zügel bei Renault übernommen. Das war kurz bevor der Autobauer im ersten Halbjahr einen Rekordverlust von 7,3 Milliarden Euro in die Bücher schrieb. Dies lag an den Folgen der coronacrisis und an der anhaltenden Misere mit seinem partner Nissan.

Luca De Meo erklärte laut, dass Renault nicht daran gewöhnt sei, Gewinne nachhaltig und solide zu machen. Die Ergebnisse und Verkaufszahlen stehen unter Druck und die neuesten Modelle sind auch nicht profitabel genug.

Luca De Meo bot auch einen Einblick in die Zukunft der Allianz von Renault mit Nissan und Mitsubishi. Diese Partnerschaft Stand nach der Verhaftung des ehemaligen top-Mannes Carlos Ghosn im Jahr 2018 unter Druck. Der jetzige Renault-Chef sagte, er sei für eine Zusammenarbeit, insbesondere in Bereichen wie Forschung und Entwicklung. Er will auch die position der Autohersteller weltweit stärken.

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