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Lufthansa greift nach Milliardenverlusten im ersten Quartal ein

Der deutsche Luftfahrtriese Lufthansa steht vor einer großen Umstrukturierung. Aufgrund der Koronakrise schreibt das Unternehmen tiefrote Zahlen und ist für sein Überleben auf staatliche Beihilfen angewiesen. Jetzt, da sich die Nachfrage nach Tickets voraussichtlich nur sehr langsam erholen wird, sind Interventionen unvermeidlich, sagt CEO Carsten Spohr.

Die Lufthansa verzeichnete im ersten Quartal 2020 einen Verlust von 2,1 Milliarden Euro. Das war ein Defizit von 342 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz ging um 18 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zurück. Das zweite Quartal wird noch kürzer sein. Über die Leistung des Jahres bleibt noch viel unklar. Lufthansa wagte keine Prognose, ansonsten wird ein starker Rückgang des operativen Ergebnisses erwartet.

Aufgrund der Krise versiegte die Nachfrage nach Flugreisen, was teilweise auf auferlegte Reisebeschränkungen und andere Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus zurückzuführen war. Lufthansa war wie viele Branchenkollegen gezwungen, einen großen Teil der Flotte am Boden zu halten. Und wo die Einnahmen ins Stocken gerieten, gingen die Kosten weiter.

Kürzlich wurden 700 der 763 Flugzeuge der Lufthansa geerdet. Im Jahr 2021 erwartet das Unternehmen, dass 300 Flugzeuge nicht fliegen werden. Dies wird voraussichtlich 200 ein Jahr später sein. Die Flotte wird bis 2023 um 100 Flugzeuge reduziert.

Die Lufthansa will die Kosten „deutlich“ senken. Der Luftfahrtriese lieferte keine genauen Informationen über den Stellenabbau. Das Unternehmen hat sich fast auf ein Unterstützungspaket der Bundesregierung in Höhe von 9 Milliarden Euro geeinigt. Darüber hinaus garantiert Berlin ein Darlehen von 3 Milliarden Euro. Deutschland wird sich ebenfalls mit 20 Prozent an der Lufthansa beteiligen.

Um künftig Kredite und Zinsen bezahlen zu können, muss die Lufthansa ihren Free Cashflow gegenüber der Krise deutlich steigern. Lufthansa kann bestimmte Teile verkaufen.

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