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Coronavirus sattelt AF-KLM mit Kosten von bis zu 200 Millionen

Das neue Corona-Virus sattelt die Airline-Gruppe Air France-KLM im ersten Quartal dieses Jahres mit erheblichen Kosten. Laut Finanzdirektor Frédéric Gagey vom französisch-niederländischen Unternehmen belasten die Probleme den operativen Gewinn um bis zu 200 Millionen Euro, erklärte er in einer Erklärung der Jahreszahlen für 2019.

Seit Ende Januar sind Flüge von und nach China wegen des Koronavirus eingestellt. Das asiatische Land macht rund 5,5 Prozent der Netzwerkaktivitäten des Unternehmens aus, ohne die Dienste des Preiskämpfers Transavia. Da die Flüge nicht durchgeführt werden, führt dies zu Einnahmeverlusten, auch weil weniger Transferunternehmen andere Flüge aus der Airline-Kombination nutzen.

Air France-KLM schloss 2019 mit einem Umsatz von 27,2 Milliarden Euro. Dies entspricht einer jährlichen Steigerung von 3,7 Prozent. Das Betriebsergebnis belief sich auf 1,1 Milliarden Euro, fast ein Fünftel weniger als ein Jahr zuvor. Der Nettogewinn ging um 130 Millionen Euro auf 290 Millionen Euro zurück.

Im vergangenen Jahr waren unter anderem die Kraftstoffkosten besorgniserregend. Letztendlich waren es jährlich 550 Millionen Euro mehr. Auch die sonstigen Kosten, einschließlich der Leistungen an Arbeitnehmer, stiegen. Das anhaltende Unwohlsein im Güterverkehr kam auch dem Ergebnis des Unternehmens nicht zugute.

Air France-KLM hat Ende letzten Jahres eine ehrgeizige Strategie entwickelt. Investitionen in die Flotte und die Digitalisierung mussten unter anderem zum Wachstum beitragen. Das Unternehmen hatte dafür jährlich rund 4 Milliarden Euro bereitgestellt. In diesem Jahr beläuft sich das Budget auf 3,6 Milliarden Euro, auch für die Erneuerung der Flotte.

Air France-KLM hatte einen ermutigenden Start ins neue Jahr bis hin zu den Koronaproblemen. Im Januar waren die Leistungen deutlich besser als ein Jahr zuvor. Aufgrund der aufgetretenen Probleme erwartet das Unternehmen für die ersten drei Monate des Jahres 2020 einen leichten Umsatzrückgang. Das Wuhan-Virus steht auch der Frachtabteilung im Wege.

Auf Nachfrage wollte Gagey keinen Schaden für die Gruppe kommentieren, wenn die Virusprobleme länger anhielten. „Das nehmen wir jetzt an“, sagte er. Der Vergleich mit dem SARS-Virus im Jahr 2009, der auch die Luftfahrt störte und monatelang anhielt, ist nach Angaben des Unternehmens nicht ganz richtig. Auch weil das heutige China von größerer wirtschaftlicher Bedeutung ist als damals.

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