Kultur

Nach 33 Jahren zum ersten Mal ein Weihnachtsbaum in der Geisterstadt bei Tschernobyl

Zum ersten Mal seit der Atomkatastrophe von Tschernobyl haben ehemalige Einwohner der Stadt Pripyat einen Weihnachtsbaum hingelegt. Der Baum steht mitten auf dem Platz der verlassenen Stadt.

Es gibt keine Christbaumkugeln oder Girlanden im Baum, aber die ehemaligen Bewohner haben vor mehr als 33 Jahren Fotos gemacht, bevor die Stadt aufgrund der Katastrophe von Tschernobyl evakuiert wurde. Pripyat und Tschernobyl liegen nahe beieinander und befinden sich 33 Jahre nach der Atomkatastrophe immer noch in Quarantäne, weil die Radioaktivität in der Region immer noch zunimmt.

Der Baum ist eine Initiative von 18 ehemaligen Bewohnern von Pripyat. Einige von ihnen befinden sich zum ersten Mal seit der Atomkatastrophe in ihrer alten Heimatstadt. Vor der Katastrophe hatte die Stadt rund 55.000 Einwohner. Jetzt ist Pripyat eine Geisterstadt und kann nur mit einem Führer besucht werden.

Viele Touristen tun das auch, weil die Stadt seit der Evakuierung praktisch unberührt geblieben ist. Ein bekannter Ort ist der Vergnügungspark, denn die Autoscooter und das Riesenrad sind immer noch da.

Vor allem nach der auf HBO ausgestrahlten Fernsehserie Tschernobyl kamen viele Touristen in die Region. Die Macher dieser Serie waren damit überhaupt nicht zufrieden, weil sich manche Leute respektlos verhalten würden.

Tschernobyl ist die größte Atomkatastrophe der Geschichte. Viele Menschen wurden mit radioaktiver Strahlung infiziert. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass mindestens 5.000 Menschen an den Folgen von Krebs und anderen Erkrankungen gestorben sind.

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