Ausland

Trump droht, die türkische Wirtschaft aufgrund eines Überfalls auf Syrien zu „zerstören“

US-Präsident Donald Trump hat die Stahlpreise für die Türkei am Montag auf 50 Prozent angehoben. Er drohte auch mit weiteren Sanktionen wegen der türkischen Invasion im Nordosten Syriens. „Ich bin bereit, ihre Wirtschaft zu zerstören, wenn sie diesen gefährlichen Weg fortsetzen.“

Trump sagte auch, er wolle ein Handelsabkommen mit der Türkei im Wert von mindestens 100 Milliarden Dollar (mehr als 90 Milliarden Euro) beenden. Vizepräsident Mike Pence sagte auch, dass Trump am Montag den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan anrief, um einen sofortigen Waffenstillstand in Syrien zu fordern.

Als die Vereinigten Staaten letzte Woche ihre Truppen aus dem Nordosten Syriens abzogen, drohte Trump bereits mit Wirtschaftssanktionen, falls die Türkei bei einem Einmarsch in Syrien unmenschlich handeln sollte.

„Leider scheint sich die Türkei der humanitären Folgen der Invasion nicht bewusst zu sein“, sagte Trump am Montag.

Mit Unterstützung sowohl der demokratischen als auch der republikanischen Partei im Parlament will Trump so schnell wie möglich einen Befehl zur Verhängung weiterer Sanktionen ausführen. Diese Sanktionen würden speziell gegen türkische Regierungsbeamte wegen ihres Beitrags zur Militäroperation gerichtet sein. Er will ihnen den Zugang zu den USA verweigern und ihr amerikanisches Eigentum beschlagnahmen.

Die Türkei startete die Razzia im Nordosten Syriens am Sonntag, nachdem Erdogan Trump in einem Telefonanruf mitgeteilt hatte, er plane, eine lange geplante Aktion gegen die kurdischen Verbündeten Amerikas im Nordosten Syriens fortzusetzen.

Trump kündigte daraufhin an, amerikanische Truppen aus der Region abzuziehen. Der amerikanische Präsident wurde daraufhin sowohl von seiner eigenen Partei, den Demokraten als auch von ausländischen Partnern beschuldigt, die kurdischen Streitkräfte, die gemeinsam für den Sieg über den Islamischen Staat (IS) verantwortlich waren, im Stich gelassen zu haben.

Die Europäische Union hat die türkische Invasion in Syrien am Montag verurteilt. Alle 28 Mitgliedstaaten haben außerdem versprochen, die Lieferung von Waffen an die Türkei zu beschränken. Alle Außenminister der EU-Länder sind sich einig, dass die Türkei die europäischen Voraussetzungen für den Erhalt von Waffen nicht mehr erfüllt.

Lesen Sie auch

Keine große Nachzählung von Istanbul

freie-admin

Mindestens 70 Tote und Dutzende Verletzte in Bangladesch

freie-admin

Tödlicher Sturm in Italien, Teenager (14) stirbt, nachdem Vater auf ihn gefallen ist

freie-admin

Kommentieren

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.