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Neue Unruhen zwischen Italien und Deutschland für gerettete Bootsmigranten

Es gibt einen neuen Aufstand zwischen Deutschland und Italien über die Rettung von Bootsmigranten im Mittelmeer. Das Schiff Alan Kurdi der deutschen Rettungsorganisation Sea-Eye brachte 65 Menschen in internationalen Gewässern vor Libyen auf einem überfüllten Boot in Richtung Norden unter.

Der italienische Innenminister Salvini fordert seinen deutschen Kollegen Seehofer auf, die Verantwortung für die Migranten zu übernehmen. In einem Brief schreibt er, dass Italien nicht länger „der einzige Hotspot in Europa“ sein will.

Er verbietet es, das Schiff nach Italien zu segeln, auch wenn eine internationale Einigung über die Verteilung der 65 Migranten auf die europäischen Länder erzielt wurde. Eine Verschlechterung der Situation an Bord sei auch auf Rechnung Deutschlands, des Kapitäns und der Besatzung, warnt Salvini.

Die Bundesregierung ist der Meinung, dass eine Lösung schnell gefunden werden muss, sagt ein Sprecher. In der Praxis bedeutet dies, dass ein Hafen darauf vorbereitet sein muss, das Schiff zuzulassen, und gleichzeitig Konsultationen über die Verteilung der Migranten eingeleitet werden muss.

Laut Sea-Eye hat die libysche Regierung angeboten, die Passagiere zurückzunehmen, aber dieser Vorschlag wurde abgelehnt. „Wir schicken gerettete Menschen nicht zurück in libysche Foltergefängnisse“, twitterte die in Regensburg ansässige Hilfsorganisation.

Die Spannungen zwischen Italien und Deutschland nahmen bereits letzte Woche zu, als ein Schiff einer anderen Organisation, Sea-Watch, ohne Erlaubnis in den Hafen der italienischen Insel Lampedusa einlief. Ein italienisches Patrouillenboot wurde beschädigt und vier Besatzungsmitglieder verletzt.

Die deutsche Kapitänin Carola Rackete wurde festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Das führte zu viel Empörung in Deutschland und anderswo und sie wurde am Dienstag freigelassen. Sie muss nächste Woche vor Gericht erscheinen. Sie rechnet damit, dass sie nicht strafrechtlich verfolgt.

Minister Salvini will den deutschen Kapitän so schnell wie möglich loswerden, was er als Gefahr für die Staatssicherheit ansieht.

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