Technologie

Israelische Hack-Firma „untersucht Missbrauch“ nach großem WhatsApp-Leck

Das israelische Unternehmen NSO Group, das Spionagesoftware entwickelt, sagt, dass jede „glaubwürdige Anschuldigung des Missbrauchs“ durch die Untersuchung seiner Produkte das Unternehmen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International gemeldet hat.

Das Unternehmen kam am Dienstag in die Nachrichten, nachdem bekannt wurde, dass WhatsApp eine schwerwiegende Schwachstelle in der Anruffunktion hatte. Das NSO hätte damit eine Software entwickelt, mit der Smartphones überwacht werden könnten.

NSO verkauft seine Spionagesoftware offiziell nur an Regierungen, um sie in die Lage zu versetzen, Terrorismus und organisiertes Verbrechen zu bekämpfen. Nach Angaben von Forschern wurde die Software des Unternehmens jedoch unter anderem gegen Aktivisten und Journalisten eingesetzt. Ein Anwalt mit Sitz in Großbritannien wäre am Sonntag durch das WhatsApp-Leck der Spionage zum Opfer gefallen.

WhatsApp hat am Dienstag ein Update veröffentlicht, das die Sicherheitsanfälligkeit behebt. Das Unternehmen, das zu Facebook gehört, fordert seine 1,5 Milliarden Nutzer auf, das Update zu installieren.

In einem Brief an Amnesty vom Mittwoch erklärt die britische Investmentgesellschaft Novalpina, die rund zwei Drittel der NSO Group besitzt, entschlossen, „alles zu tun, um sicherzustellen, dass die NSO-Technologie für den beabsichtigten Zweck eingesetzt wird“.

Novalpina meint damit, dass die Produkte „nicht in einer Weise missbraucht werden, die die grundlegenden Menschenrechte untergräbt“.

In dem Schreiben ging das Unternehmen nicht ausdrücklich auf die Sicherheitslücke in WhatsApp und die Meldung ein, dass seine Spionagesoftware angeblich gegen einen Anwalt eingesetzt wurde.

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