Technologie

Bang für Huawei: „Hintertüren“ in Ausrüstung bei Vodafone

Ein Werbeschlag für Huawei, der wegen angeblicher Spionage durch den chinesischen Geheimdienst unter einer Lupe steht. Vodafones Netzwerkausrüstung in Italien soll Hintertüren haben, eine Sicherheitslücke, ob beabsichtigt oder nicht.

Ein Backdoor ist ein Fachjargon für eine Sicherheitslücke in der Software. Sein Ersteller kann es beispielsweise verwenden, um die Sicherheit zu umgehen, um die Kommunikation, die durch das Netzwerk geht, geheim zu beobachten. Hintertüren sind auch eine beliebte Methode für Geheimdienste, um die Kommunikation unbemerkt nutzen zu können.

Bei Vodafone handele es sich um „Sicherheitslücken“ in Geräten des chinesischen Unternehmens, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Sie wurden erstmals 2009 entdeckt und auf diese Weise hätte Huawei im südeuropäischen Land Zugang zum Internet des britischen Unternehmens gehabt.

Das Telekommunikationsunternehmen bat 2011 darum, die Hintertüren in den Routern der Verbraucher zu schließen, und ihm wurde von Huawei versprochen, dass dies gelöst wurde. Bemerkenswerterweise zeigten die eigenen Sicherheitsprüfungen von Vodafone, dass das Netzwerk nach den Unterlagen des Unternehmens, das Bloomberg sah, immer noch nicht ordnungsgemäß gesichert war.

Im Jahr 2012 entdeckte Vodafone eine weitere „Schwachstelle“, diesmal in Geräten von Huawei für das Breitband-Internet des Unternehmens in Italien. Das wurde im selben Jahr restauriert.

Laut Vodafone handele es sich nicht um einen vorsätzlichen Sicherheitsverstoß, sondern um einen Fehler von Huawei. Das Unternehmen habe auch keinen Hinweis auf einen „unerlaubten Zugriff“ auf das Netzwerk gefunden, sagt RTL Z.

Huawei sagt auch, dass es sich um „technische Defekte“ handelt, die entdeckt und repariert wurden, sagte ein Sprecher der Tech-Site ZDNet.

Trotz der Tatsache, dass es sich um Ereignisse vor einigen Jahren handelt und es daher unklar ist, ob jemand einen unbefugten Zugriff auf das Vodafone-Netzwerk hatte, kommt die Nachricht für Huawei in einem äußerst schlechten Moment.

Das Unternehmen versucht Aufträge für den Bau von 5G-Netzen zu gewinnen. Nach Angaben der Vereinigten Staaten würde das Unternehmen den chinesischen Geheimdienst ausspionieren helfen, obwohl diese Behauptung nie untermauert wurde.

Die Vereinigten Staaten versuchen Verbündete zu überzeugen, sich nicht mit Huawei zu engagieren. Die USA sind in einen heftigen Handelsstreit mit China verwickelt, Präsident Trump will den seiner Ansicht nach ungerechten chinesischen Handelspraktiken ein Ende setzen.

Amerikanische Lobby

Die amerikanische Lobby produziert unterschiedliche Ergebnisse. In den Niederlanden beispielsweise hat KPN mit Huawei einen Vertrag geschlossen, der beim Aufbau des 5G-Netzwerks helfen darf. Darüber hinaus darf das Unternehmen keinen Beitrag zum „Kernnetz“ leisten, und die niederländische Regierung kann immer noch ein Veto einlegen.

Auch in Großbritannien, einem der wichtigsten Verbündeten in den USA, wird Huawei beauftragt, einen Teil des 5G-Netzwerks aufzubauen.

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