Makroökonomie

Banken sind auf Messen nach Draghi-Worten gefragt

Der Bankensektor war am Mittwochnachmittag an den Börsen beliebt, nach Worten von Präsident Mario Draghi von der Europäischen Zentralbank (EZB), wonach die Zentralbank Nebenwirkungen negativer Bankzinsen entgegenwirken wollte. Die Finanzinstitute beschweren sich seit geraumer Zeit, dass ihre Rentabilität aufgrund niedriger Zinsen zurückbleibt. Die Anleger konzentrierten sich auch weiterhin auf die Brexit-Fragen und Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und China.

Der AEX-Index des Beursplein 5 stieg im Nachmittagshandel um 0,2 Prozent auf 546,33 Punkte. Der MidKap stieg um 0,6 Prozent auf 758,31 Punkte. Paris und Frankfurt gewannen 0,3 Prozent.

London kletterte um 0,1 Prozent. Das Lagerhuis prüft alle Optionen für den Brexit. Unter anderem überlegen die Parlamentarier, ob das Vereinigte Königreich den Brexit im letzten Moment aufgeben, ein neues Referendum abhalten oder noch die Einigung von Ministerpräsidentin Theresa May annehmen sollte.

In der AEX wurde die führende Gruppe von ABN AMRO und ING mit einem Plus von 4,2 Prozent gebildet. In Frankfurt stiegen die Deutsche Bank und die Commerzbank um 6 Prozent, in Paris, Société Générale, Crédit Agricole und BNP Paribas um 4,3 Prozent. UniCredit gewann 4 Prozent in Mailand und Banco Santander kletterte in Madrid um 2,8 Prozent.

Auf dem lokalen Markt wurden die Ergebnisse des Chemieunternehmens Avantium (plus 4,6 Prozent) bewertet. Der VEON-Telekom-Konzern ging um 5,7 Prozent zurück. Das norwegische Telekommunikationsunternehmen Telenor verkauft erneut einen Teil seiner Beteiligung an VEON.

Renault gewann 3,3 Prozent in Paris. Laut der Wirtschaftszeitung Financial Times will der französische Automobilhersteller die Fusionsgespräche mit Nissan wieder aufnehmen. Dies muss innerhalb eines Jahres erfolgen und ist der erste Schritt für die Franzosen auf dem Weg zu einem gemeinsamen Angebot für Fiat Chrysler (plus 2,7 Prozent), das kürzlich bekannt gegeben hat, dass es für ein Joint Venture oder eine Fusion offen sei.

Die Swedbank fiel in Stockholm um 10 Prozent. Die Bank, die in einen Geldwäscheskandal verwickelt ist, soll den US-Behörden wichtige Informationen vorenthalten haben. Der Chipkonzern Infineon verlor in Frankfurt nach gesunkenen Prognosen 3,8 Prozent.

Der Euro war 1.1252 US-Dollar wert, verglichen mit 1.1287 US-Dollar am Tag zuvor. Der Preis für ein Barrel amerikanisches Öl fiel um 0,2 Prozent auf 59,83 USD. Brent stieg um 0,2 Prozent auf 68,20 USD pro Barrel.

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