Makroökonomie

AEX erreicht die 550 Punkte

Die Amsterdamer Börse beendete eine tolle Woche mit Stil: Der AEX-Index durchbrach die 550 Punkte. Übernahmebeute Wessanen führte den Freudentanz mit einem Preissprung von 19,4% an.

Nichts scheint die Stimmung der Händler am Beursplein 5 – und anderswo auf der Welt – ruinieren zu können. Rund um den Brexit herrscht Erleichterung, nachdem das britische Unterhaus zugestimmt hat, den Austritt aus der Europäischen Union zu verschieben. Brüssel muss dieser Verzögerung noch zustimmen, aber im Moment scheinen die Händler nichts dagegen zu haben. Und die Stimmung der Bank of Japan über die Weltwirtschaft ruiniert die Stimmung der Händler nicht.

Der AEX-Index erreichte schließlich das Wochenende mit 552,2 Punkten, ein Plus von 1,5%. Es ist das erste Mal seit Oktober, dass der Hauptindikator der Amsterdamer Börse wieder über 550 Punkte gestiegen ist und für 2019 einen Rekordplatz erreicht hat.

Der Midkap-Index endete bei 775,7 Punkten im grünen Bereich bei 0,3%. Auch in anderen europäischen Ländern stiegen die Anleger glücklich auf das Wochenende zu: Der DAX-Index in Frankfurt legte um 0,7% zu, der französische CAC-40 um 1%, der FTSE100 in London um 0,7%. In Asien starteten die Aktienmärkte auch mit Gewinn in das Wochenende, und in Amerika liegen die wichtigsten Indizes für die europäische Glocke im grünen Bereich.

„Die Börse ist nicht mehr von schlechten Nachrichten geschockt“, sagt Wim Zwanenburg, Investmentstratege bei Asset Manager Stroeve & Lemberger. „Das Wirtschaftswachstum ist geringer, aber eine Rezession ist nicht im Bild. Selbst die größten Propheten des Schicksals erwarten nur 2020 oder 2021 einen. Die schlechte Nachricht wurde auch im letzten Quartal 2018 weitgehend verarbeitet.“

Léon Cornelissen, Makroökonom bei Robeco, sieht „eine gute Dynamik“. Er verweist auch auf ein in China verabschiedetes Gesetz, das einen Leitfaden für den Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten sein sollte. Die Präsidenten Xi und Trump müssen sich Ende April erneut treffen.

Der Small-Cap-Fonds Wessanen war der mit Abstand größte Gewinner des Damrak. Der Health Food-Konzern ist vor dem Sommer nicht annähernd wieder auf 18 Euro gestiegen, macht aber nach einer schönen Woche bereits einen guten Preissprung von 19,4% auf 11,87 Euro nach einem Angebot eines Konsortiums unter Leitung des französischen Investors PAI.

Die Aktie ist somit höher als das Angebot von 11,50 € – Spekulationen, dass das Unternehmen möglicherweise sogar noch verkauft wird. KBC Securities hält eine Erhöhung auf 12,50 € für möglich. DeGroof Petercam stimmte zu und erhöhte sogar das Kursziel auf 13,80 €. Laut ING-Analyst Reginald Watson ist das Angebot von 11,50 € zu hoch und die Franzosen werden nach der Buchuntersuchung bei Wessanen ausfallen.

Der AEX-Index hatte seinen letzten Tag in seiner aktuellen Zusammensetzung. Kabelaar Altice (+ 4,9% bei 2,06 €) und Lichtgigant Signify (+ 2,6% bei 24,24 €) machen eine weitere Ehrenrunde beim Midkap-Zahlungsdienstleister Adyen (-2,9% bei 659 €) , 30) und der Chemielieferant IMCD (+ 0,7% gegenüber € 69,60) sind von der bevorstehenden Beförderung in den Hauptindex begeistert.

ASML (+ 4,7%), Aegon (+ 1,9%) und Aalberts Industries (+ 1,4%) waren bei der AEX ebenfalls beliebt. Der Hersteller von Chip-Maschinen ASML hat den Industriepartner ASM International gewonnen: + 3,3%. Das Biotech-Unternehmen Galapagos und das Speicherunternehmen Vopak waren die einzigen beiden unter Null.

Unilever setzte 1,7% in grün auf 50,51 €. Der neue Top-Manager Alan Jope bekommt den Besen durch die Spitze des Lebensmittelunternehmens. Der Niederländer Hanneke Faber macht den Sprung nach oben.

Die BAM-Aktionäre legten den Preis dieses Unternehmens um 2,4% auf 3,97 € fest. Der Bauherr hat in seinem Vorstand zwei neue Direktoren gefunden. Der Metallhersteller AMG (+ 2,7%) hatte ebenfalls einen tollen Tag und schloss genau bei 30 Euro. Flow Traders gewann 0,2% bis zu 26,68 € nach einer Kaufempfehlung des KBC Securities Broker. ForFarmers erzielte 2,6% nach den Schlägen Anfang dieser Woche, und der Preis lag bei 7,55 €.

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